Kata

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Katas stammen aus der Zeit in der das Okinawa-Te verboten war und sind eine Art stilisierter Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner. Katas sind die Seele des Karate.

Sie beinhalten eine beeindruckende Vielfalt an Techniken. Außerdem zeigt sich in ihnen die Besonderheit der unterschiedlichen Karatestile.

Wie viele Katas es in den unterschiedlichen Stilrichtungen insgesamt gibt, darüber schwanken die Schätzungen

Allen ca. 80 Katas gemeinsam ist das "Karate ni sente nashi" -Prinzip. Das heißt übersetzt: "Karate kennt keinen ersten Angriff".
Komplexität und Schwierigkeit der Katas nehmen von unten nach oben zu. Jede Kata folgt einem festgelegtem Ablauf, welcher exakt eingehalten werden muss. Das faszinierende am Katatraining ist, dass man selbst gelernte Katas, je intensiver man sie übt, immer wieder neu erlebt.

Ziel ist die perfekte Ausführung der Kata, der man sich zwar immer mehr annähert, aber niemals ganz erreicht. Die einzelnen Katas bestehen nicht nur aus völlig unterschiedlichen Techniken, sondern jede Kata hat auch ihren ganz eigenen Rythmus, welcher sich über den stetigen Wechsel zwischen schnellen und langsamen Bewegungen, Anspannung und Entspannung sowie Einatmen und Ausatmen zur richtigen Zeit definiert.

Perfekt aufgeführte Katas erzählen eine Geschichte, die das ureigene Wesen der jeweiligen Kata zum Ausdruck bringt. Mein Sensei sagt immer zu mir: "Wenn du eine Kata aufführst, muss man den Stolz darüber in deiner Haltung, in der Art und Weise wie du dich bewegst und in jedem deiner Blicke erkennen". Im Shotokan Karate kennt man 26 Katas, die in drei Klassen unterteilt werden: Basiskatas, Meisterkatas und fortgeschrittene Meisterkatas.